Lärche widersteht Wetterlaunen, Fichte lässt sich wunderbar schnitzen, Zirbe duftet und beruhigt die Stube. Wer die Julischen Alpen kennt, liest Jahresringe wie Landkarten und tastet Fasern, bevor die erste Klinge ansetzt. Aus langsamen Wuchszonen entstehen dichte Strukturen für Schindeln, Löffel, Truhen und Rahmen. Achten Sie auf Trocknung, Lagerung und den Zeitpunkt der Fällung. So wachsen Haltbarkeit, Klang, und die Freude, wenn Holz beim Planen seidig glänzt.
Kalkstein und Dolomit der Julischen Alpen verraten mit Farbe, Aderung und Bruchflächen, wie sie geführt werden wollen. Bevor der Fäustel fällt, prüft die Hand das Gewicht, die Kälte, die Rauheit. Wasser, Frost und Sonne haben Risse gesetzt, die die Form lenken. Wer trockene Mauern stellt, sucht flache Läufer, stabile Binder und passende Keile. So entsteht ohne Mörtel eine Architektur des Gleichgewichts, deren Stärke aus sorgfältiger Auswahl erwächst.
Ein scharfes Ziehmesser ist ehrlich wie ein Bergpfad: Es verzeiht nichts und belohnt Präzision. Scharriereisen und Spitzeisen klingen verschieden, wenn der Stein richtig liegt. Traditionelle Griffe passen der Hand, moderne Schutzmittel bewahren Gelenke. Werkzeugpflege bedeutet Schärfen, Ölen, Trocknen, und das Verständnis, wann Ruhe wichtiger ist als ein weiterer Schlag. So entwickelt sich ein stilles Gespräch zwischen Mensch, Material und Werkzeug, das über Generationen weitergegeben wird.






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