Zwischen Gipfeln und Werkbank: Zeitgenössisches Design mit alpischer Seele

Heute geht es um zeitgenössisches Design, das von Handwerksmotiven und Materialien der Julischen Alpen inspiriert ist. Wir verbinden rhythmische Holzstrukturen, steinerne Ruhe und weiche Wolltexturen zu klaren Formen, die heute funktionieren und morgen Bestand haben. Begleiten Sie uns durch Geschichten, Materialwissen und praxisnahe Ideen, die Räume spürbar natürlicher, ehrlicher und erstaunlich modern erscheinen lassen.

Eine Sprache aus Holz, Stein und Wolle

Die Julischen Alpen schenken eine präzise Materialpalette: Lärche und Fichte mit harziger Tiefe, Kalkstein und Dolomit mit kühler Gelassenheit, dazu Wolle, die Wärme speichert und atmet. Wir zeigen Herkunft, Bearbeitung und Anwendung, damit Oberflächen nicht nur schön aussehen, sondern sinnvoll altern, patinieren und täglich besser funktionieren.

Rhythmus der Heuharfen

Der slowenische Kozolec, die markante Heuharfe, liefert vertikale Raster, die als Sonnenschutz, Geländer oder Regalrückwand funktionieren. Wir zeigen Proportionen, Lattenabstände, Holzstärken und Befestigungen, damit Transparenz, Belüftung und Tragfähigkeit in Wohnungen, Büros und Gastronomie intelligent ausbalanciert werden.

Alpenflora als Geometrie

Edelweiß, Enzian und Alpenrose inspirieren perforierte Muster, gewebte Rapportfolgen und Fräsbahnen. Statt naturalistischer Abbildung arbeiten wir mit modularen Grundformen, deren Dichte Licht lenkt, Akustik verbessert und Privatsphäre schafft, während die handwerkliche Herkunft poetisch und nüchtern zugleich spürbar bleibt.

Farbwelten des Soča-Tals

Die legendäre Türkisfärbung der Soča, Alpenglühen am Abend, Nebel über Bergwiesen und das Silber der Lärchenrinde ergeben eine nutzbare Farbgrammatik. Wir ordnen Basis-, Akzent- und Materialtöne, damit Räume ruhig wirken, aber nicht stumm, und Details strahlen, ohne laut zu sein.

Wohnräume mit tiefer Ruhe

Sandige Kalksteinbeige, Nebelgrau und warmes Wollweiß bilden das Fundament. Türkise Akzente tauchen nur in Textilien oder Gläsern auf, während geräucherte Lärche Tiefe gibt. So entstehen Zonen, die atmen, reflektieren und trotzdem Geborgenheit vermitteln, auch bei wechselndem Tageslicht.

Arbeitsplätze mit klarem Fokus

Kühle Grautöne und kalkige Weißnuancen fördern Konzentration, kombiniert mit präzisen Linien aus gebürstetem Stahl. Kleine Farbfelder in Soča-Türkis markieren Interaktion, Leitsysteme oder Griffe. Die Mischung lenkt Aufmerksamkeit, reduziert visuelle Müdigkeit und stärkt die intuitive Orientierung im Raum.

Gastlichkeit mit alpischer Wärme

Rosa schimmernde Alpenrosentöne treffen auf honigfarbene Hölzer, gedämpft durch graue Filze. Gedimmtes Licht entzieht Sättigung und lässt die Materialtiefe sprechen. Farbverläufe an Wänden unterstützen Wegführung, während Keramikglasuren die Erinnerung an Flusskiesel wachrufen und die Hand gerne verweilen lassen.

Prototypen in Tagen, nicht Wochen

Vom ersten Materialscan bis zum montierten Mock-up brauchen wir nur wenige Tage. Digitale Nesting-Strategien sparen Platten, parametrische Verbindungen passen sich automatisch an Materialschwand an. Das Resultat: realistische Prüfstände für Akustik, Ergonomie und Licht, bevor die endgültige Serie startet.

Reststücke als Ressource

Abfallstücke aus Lärche, Esche und Filz werden katalogisiert und zu Leuchten, Hakenleisten oder Akustikmodulen komponiert. Eine offene Maßlogik erlaubt späteres Ergänzen. So wächst jedes Projekt organisch weiter, spart Budget und zeigt sichtbar, wie Materialkreisläufe tatsächlich funktionieren können.

Herkunft, Verantwortung, Kreislauf

Die Materialauswahl folgt klaren Kriterien: kurze Wege, faire Bezahlung, zertifizierte Forstwirtschaft, transparente Steinbrüche und Tierwohl in der Wollproduktion. Wir messen Lebenszyklen, fordern Nachweise ein und bevorzugen Lösungen, die reparierbar, modular und am Ende sortenrein dem Kreislauf zurückgegeben werden können.

Anwendungen, Geschichten und Austausch

Vom Chalet über die Stadtwohnung bis zur Ausstellung liefern diese Ansätze konkrete Resultate. Wir erzählen von kleinen Interventionen und großen Umbauten, teilen messbare Effekte und laden zum Mitmachen ein. Schreiben Sie uns, abonnieren Sie Updates und bringen Sie eigene Orte ein.

Studio in Kranjska Gora

In einem kleinen Studio am Waldrand strukturieren Lärchenleisten den Raum, Filz dämpft Geräusche, und ein breiter Steinblock wird zur Bank und Küche zugleich. Die Miete blieb bezahlbar, weil modulare Elemente mitwachsen. Besucher berichten von Ruhe, Klarheit und produktiver Konzentration.

Pop‑up in Bovec

Für eine temporäre Ausstellung entstanden steckbare Regale aus Restholz und perforierte Paneele mit Flora-Geometrien. Innerhalb weniger Stunden stand der Raum, nach drei Wochen war alles rückstandsfrei demontiert und als Möbel in Wohnungen verteilt. So blieb nicht Kulisse, sondern Nutzen.
Ripomimakuxomoki
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